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S01E16 Heiligabend

S01E16 Heiligabend

11m 44s

In dieser literarischen Weihnachtsfolge erzähle ich meine Kindheitserinnerung im Ton von Thomas Mann: kunstvolle Satzarchitektur, feine Ironie, gesellschaftliche Beobachtung und die elegante Melancholie eines Festes, das im Schein erstrahlt und im Herzen leise Schatten hinterlässt. Zwischen überfüllter Kirche, geschmücktem Wohnzimmer, Familienritualen und einem kleinen Plastikaffen entfaltet sich eine Erzählung über Weihnachten, wie es war — und wie es hätte sein können.

S01E15 Die Bahn im Fels – Eine Spurensuche

S01E15 Die Bahn im Fels – Eine Spurensuche

10m 17s

Eine Modelleisenbahn, die kein Spielzeug ist. Ein Wohnzimmer, das verschlossen bleibt. Ein Junge, der lernt, dass manche Türen sich nie öffnen. Eine literarische Spurensuche nach den verborgenen Geschichten eines Hauses – und den Dingen, die wir nie besessen haben.
erzählt von Walter im Stil von W. G. Sebald

S01E14 Der Griff der Erinnerung

S01E14 Der Griff der Erinnerung

7m 54s

In dieser Folge erzähle ich die Geschichte meiner ersten Begegnung mit Ralf – literarisch neu interpretiert im Stil von Stefan Zweig. Eine Reise in die Tiefe der Erinnerung, voller Atmosphäre und psychologischer Nuancen.

S01E13 Der Keller unter der Brunnenstube – Eine Madeleine aus Most und Kraut

S01E13 Der Keller unter der Brunnenstube – Eine Madeleine aus Most und Kraut

9m 1s

„Ein Duft, ein Geräusch, ein Geschmack – und plötzlich ist man wieder das Kind von damals. Walter erinnert sich an den Keller unter Opas Wirtschaft, wo die Zeit langsamer tickte und jeder Gegenstand eine Welt in sich trug: die Apfelweinfässer, das gärende Kraut, das schmelzende Eis. Eine Proust’sche Zeitreise in die Kindheit, wo die Sinne alles aufbewahren, was das Gedächtnis vergisst.“

S01E12 „Der Duft des Herbstes und die vergessene Zeit“

S01E12 „Der Duft des Herbstes und die vergessene Zeit“

10m 24s

Ein einziger Schluck Most – und plötzlich ist man wieder sieben Jahre alt, steht im Herbstnebel auf Opas „Baumstück“ und fühlt den muffigen Jutesack in den Händen. Die Äpfel fallen wie grüne Kugeln vom Himmel, die Kelter bei Berger knirscht wie eine Zeitmaschine, und im Keller der Brunnenstube gärt nicht nur der Wein, sondern die ganze Vergangenheit. Eine Folge über Gerüche, die uns entführen, Rituale, die uns halten, und die Magie der kleinen Dinge, die größer sind als wir denken.
Stil: Eine Mischung aus literarischer Sinnlichkeit (à la Prousts Madeleine) und derb-heiterer Alltagslyrik (à la Beerfelder Wirtshauspoesie). Gelesen mit der...

S01E11 Opa – Der ruhende Pool der Familie

S01E11 Opa – Der ruhende Pool der Familie

8m 18s

In dieser Folge begegnen wir Walters Opa – dem ruhenden Pool der Familie, einem Mann aus einer anderen Zeit. Ein Leben zwischen Tiroler Nussöl, Pitralon, Apfelwein und Zigarrenrauch. Walter erinnert sich an den Geruch seiner Kindheit, an die dumpfen Schritte des orthopädischen Schuhs, an die Brunnenstube, an das Rasiermesser, an Puppen mit Schlafaugen und an die große, leise Ruhe, die dieser Mann ausstrahlte. Eine poetische Hommage im Stil von Günter Grass – sinnlich, rhythmisch, nachklingend.

S01E10 Ein Verfahren.

S01E10 Ein Verfahren.

6m 12s

**„Der Arm stand ab – und plötzlich war alles ein **Verfahren**.“** In dieser **literarischen Version** erzählt Walter seine Geschichte im Stil von **Franz Kafka**: Wie ein **harmloser Sturz** zum **Albtraum aus Bürokratie, Schmerzen und verschwundenen Karussells** wird.

**Warum diese Version besonders ist:**
- **Absurdität**: Warum wird der Arm **zweimal gebrochen**? Warum **verschwindet das Karussell** über Nacht?
- **Schuld und Strafe**: War es **Bestrafung** – oder nur **Zufall**?
- **Kafka’sche Motive**: **Unsichtbare Mächte** (Ärzte, Schicksal), **labyrinthische Schmerzen**, **vergebliches Warten**.

**Für wen?**
Für alle, die **Kindheitserinnerungen** lieben – und die **Ahnen**, dass hinter ihnen **mehr steckt**.

**Feedback?** https://www.bevor-ich-es-vergesse.de

S01E09 Die Essensverweigerer

S01E09 Die Essensverweigerer

6m 15s

**„Ich aß. Ursula **weigerte sich**. Und das war der **Unterschied**.“**
In dieser **literarischen Version** nach Thomas Bernhard wird Walters Kindheit zur **grotesken Farce**:
- **Die Essenssperre**: Ein **Kampf auf Leben und Tod** (oder zumindest auf **Toilette und Bad**).
- **Das Waldseebad**: Ein **Ort der Qual**, getarnt als **Idylle**.
- **Cousin Reiner**: Ein **tragikomischer Held** mit **Haarproblemen**.
- **Die Wahrheit**: Es war **nie lustig**. Es war **nur notwendig**.

**Warum Bernhard?**
Weil nur er die **Absurdität des Alltags** so **scharf**, so **wütend**, so **komisch** beschreiben kann.

**Für wen?**
Für alle, die **Kindheit** nicht als **Märchen**, sondern als **Überlebenskampf** erinnern.

S01E08 Ursula und ich – Eine Geschwistergeschichte zwischen Fußnägeln, Blechauto und der ‚Lala‘“

S01E08 Ursula und ich – Eine Geschwistergeschichte zwischen Fußnägeln, Blechauto und der ‚Lala‘“

9m 53s

„In dieser Folge blickt Walter mit den Worten von Jean-Paul Sartre auf seine Kindheit mit seiner Schwester Ursula zurück: ein Wechselbad aus Zänkereien, gemeinsamer Abenteuer und absurden Familienritualen. Warum war das Fußnagelschneiden ein Trauma? Was hat es mit dem legendären Ausruf ‚Ulla dess!‘ auf sich? Und wie überlebte die Familie die ‚Lala‘-Kurve im Gogo-Mobil? Eine literarische Hommage in Worten wie von Jaen Paul Sartre, die Ambivalenz der Geschwisterliebe – zwischen Verantwortungsflucht, Blechautos und dem unvergesslichen ‚DU DEPP!‘.“
(Prägnant, persönlich und mit einem Hauch von Spannung!)