S01E11 Opa – Der ruhende Pool der Familie
Shownotes
Eine literarische Rückkehr in die Brunnenstube: Opa als ruhender Mittelpunkt der Familie, zwischen Nussöl, Pitralon, Zigarrenrauch und Puppenwerkstatt. Eine dichte, atmosphärische Hommage an einen Mann, der Walters Kindheit prägte.
„Opa, der ruhende Pool der Familie, wie ein Becken, das nie austrocknet, nie überläuft, immer da…“ In dieser literarischen Folge wird Walters Großvater zu einem Gedicht aus Gerüchen, Geräuschen und Bewegungen – erzählt im Stil von Günter Grass, mit Wiederholungen, die sich einbrennen, und Bildern, die bleiben.
Was du hörst:
- Der Schuh: Ein orthopädisches Monstrum, das jeden Schritt zum Echo macht.
- Die Brunnenstube: Ein Raum aus Schummerlicht, Bierdeckeln und Zigarrenrauch – und der Geruch, der unbeschreibbar ist (aber jeder kennt ihn).
- Das Rasiermesser: Geschärft, bis es Erinnerungen zerschneidet – und der Pitralon-Schwall, der wie ein Schlag kommt.
- Die Puppenaugen: Schlafaugen mit Gewicht, die Walter bis heute verfolgen.
- Die Gene: Was von Opa geblieben ist – und was zum Glück nicht.
Warum diese Version besonders ist: Günter Grass’ rhythmische, sinnliche Sprache verwandelt Walters Kindheit in ein Kunstwerk aus Worten – wiederholend, bildhaft, unvergesslich.
Für wen? Für alle, die Kindheit nicht als Aneinanderreihung von Ereignissen, sondern als fließendes, atmendes Ganzes erinnern.
Feedback? info@walterhofmann.de
hört euch auch den parallelen Potcast mit zusätzlichen Fragen von Willi an: https://bevor-ich-es-vergesse.podigee.io/
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