S01E12 „Der Duft des Herbstes und die vergessene Zeit“

Shownotes

Inhalt:

  • Die Apfelernte als Ritual: Warum das Schütteln der Äste mehr war als nur Arbeit – es war eine Choreografie der Familie. Mit morschen Jutesäcken, die jedes Jahr aufs Neue rochen wie die Haut der Zeit selbst.
  • Die Kelter bei Berger: Ein mechanisches Wunder, das Äpfel in flüssige Erinnerung verwandelte. Und warum der erste Schluck Most immer nach Kindheit schmeckte – selbst wenn man längst erwachsen war.
  • Der Keller unter der Brunnenstube: Ein Universum aus Düften – von Apfelwein über Sauerkraut bis zum Eis der Schmucker-Seen, das langsam schmolz wie die Geduld der Erwachsenen.
  • Der Umbau: Als aus der Gaststätte ein Damensalon wurde und die Gute Stube verschwand. Eine Elegy auf das Verschwinden der Orte, die uns geprägt haben.
  • Proust’sche Momente: Wie ein Geruch, ein Geräusch oder ein Geschmack ganze Welten zurückholt – und warum wir manche Dinge nie loslassen.

Besonderheiten:

  • Sensorische Details: Der Text ist gespickt mit Gerüchen, Klängen und Texturen – perfekt, um Hörer:innen in die Szene zu ziehen.
  • Literarische Referenzen: Leichte Anklänge an Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, aber mit Beerfelder Derbheit statt Pariser Salons.

Zitat des Tages: „Manche Erinnerungen sind wie Äpfel: Man beißt hinein und plötzlich ist man wieder sieben – mit schmutzigen Knien und einem Sack voller Geheimnisse.“

Stimme & Atmosphäre:

  • Langsam, sinnlich, mit Pausen – wie eine Erzählung am Küchentisch bei Kerzenlicht.

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